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Begriff
Was ist ein Anti-Gewalt-Training?
Ein Anti-Gewalt-Training (AGT) ist ein strukturiertes Training, in dem Teilnehmende lernen, Konflikte früher zu erkennen, Impulse zu unterbrechen und ohne Gewalt zu handeln. Im allgemeinen Sprachgebrauch und bei der Suche werden unterschiedliche Bezeichnungen verwendet, etwa Aggressionstraining oder Anti-Aggressionstraining. ZAGA bezeichnet sein Angebot als Anti-Gewalt-Training (AGT).
ZAGA bietet Anti-Gewalt-Training als hybrides Konzept: persönliche Begleitung, Livegruppen, Vor-Ort-Anteile in Wien, ein Online-Setting und die digitale Lernplattform. Das Training ist keine Psychotherapie.
Teilnahme
Freiwillig oder im Rahmen einer Weisung
Das hybride Konzept ist für beide Wege geeignet – mit unterschiedlichen organisatorischen Rahmenbedingungen.
Freiwillige Teilnahme
Für Menschen, die eigene Konfliktmuster ernst nehmen und präventiv neue Handlungswege aufbauen möchten – ohne gerichtlichen Druck, aber mit klarer Struktur und fachlicher Begleitung.
Gerichtliche Weisung, Diversion & Bewährung
Strukturierter, nachvollziehbarer Lernweg bei Weisung, Diversion, Bewährungshilfe oder gerichtlicher Auflage – mit dokumentierbarer Teilnahme, Screening und Abschlussnachweis. ZAGA entscheidet nicht über die gerichtliche Eignung.
Weisung
Eine gerichtliche Weisung kann die Teilnahme an einem Anti-Gewalt-Training vorsehen. ZAGA dokumentiert Teilnahme und Fehlzeiten. Ob die Weisung rechtlich erfüllt ist, entscheidet die zuständige Stelle – nicht ZAGA.
Diversion
Das Training kann im Rahmen einer Diversion, bedingten Verurteilung oder bedingten Entlassung absolviert werden. Zur rechtlichen Einordnung wenden Sie sich an Ihre Vertretung oder die zuständige Stelle. ZAGA leistet keine Rechtsberatung.
Bewährungshilfe
Bei Zusammenarbeit mit der Bewährungshilfe sind Teilnahmebestätigungen und Zwischeninformationen im erforderlichen Umfang möglich. Fachstellen finden den Ablauf und die Dokumentation auf der Zuweiser-Seite.
Für Gerichte, Bewährungshilfe und Fachstellen: Informationen für Zuweisende. Operative Details zu Fehlzeiten und Nachweisen stehen in den FAQ.
Gesamtkonzept
Ein Konzept. Mehrere Bausteine.
Kein Entweder-oder. Je nach Situation wird das passende Setting gewählt – die digitale Lernplattform verbindet die Phasen miteinander.
Digitale Lernplattform
Strukturierter Lernweg zwischen den Terminen – verbindendes Element im gesamten Konzept.
Persönliche Begleitung
Fachliche Beziehung bleibt zentral. Digital ersetzt keine Gespräche – es bereitet sie vor und vertieft sie.
Livegruppen
Austausch, Rückmeldung und Vertiefung – online oder in ergänzenden Settings.
Online-Settings
Teilnahme unabhängig vom Wohnort – wenn Alltag, Arbeit oder Distanz Präsenz erschweren.
Vor-Ort-Angebote
Präsenz, wo Beziehung und Setting das brauchen – mit Schwerpunkt Wien, anschlussfähig bundesweit.
Mehrsprachig & dokumentierbar
Zugänglich bei unterschiedlichen Sprachkenntnissen – mit Screening, Fortschritt und nachvollziehbarem Abschluss.
Settings
Wien, Online und Lernplattform unterscheiden
Drei Settings, ein Konzept: Präsenz in Wien, begleitetes Online-Training und die Lernplattform als Baustein dazwischen – nicht drei mal dasselbe Angebot.
Ablauf
Welcher Weg gilt für Sie?
Der genaue Ablauf hängt vom Setting ab. Hier der gemeinsame Weg – Details stehen auf den Seiten zu Wien und Online.
Kontakt und Infostunde
Anmeldung über das Kontaktformular. In der Infostunde bzw. im Erstgespräch werden Rahmen, Passung und offene Fragen geklärt.
Setting klären
Wien (Präsenz), Online (begleitete Gruppe) oder eine Kombination mit der Lernplattform – je nach Alltag, Wohnort und Vorgabe, nicht als beliebiges Entweder-oder.
Training
Strukturierte Gruppeneinheiten plus Module auf der Lernplattform zwischen den Terminen. Livegruppen und persönliche Begleitung bleiben Teil des Konzepts.
Abschluss
Abschlussgespräch und Nachweise je nach vereinbartem Rahmen – etwa Teilnahmebestätigung für Gericht oder Bewährungshilfe.
Präsenzablauf: Anti-Gewalt-Training Wien · Online-Ablauf: Online Anti-Gewalt-Training
Rahmen
Dauer, Voraussetzungen und Kosten
Nur Fakten, die für die Settings dokumentiert sind – ohne erfundene Pauschalen für das Gesamtkonzept.
Dauer und Rahmen
Vor Ort in Wien: 30 Wochensitzungen, montags 18:45 Uhr. Online-Training: 30 Einheiten, derzeit montags 18:45–19:45 Uhr. Die Lernplattform umfasst 30 Module zwischen den Kontakten. In den Gruppensettings sind maximal 6 Fehltermine vorgesehen.
Voraussetzungen
Passung wird in Infostunde oder Erstgespräch und per Screening geklärt. Das Screening ist kein Gutachten. In Wien ist der Einstieg nur über die monatliche Infostunde möglich. Online braucht es Gerät, stabile Verbindung und einen geschützten Raum. Eine pauschale Zusage für jeden gerichtlichen Kontext ist nicht möglich.
Kosten
Für das Online-Training kostet eine Trainingseinheit 35 €; die Zahlung erfolgt jeweils vor der Teilnahme. Konditionen der Lernplattform und des Gesamtkonzepts weisen wir auf der Website nicht als Pauschale aus – sie hängen vom Setting ab und werden im Gespräch geklärt.
Zahlungs- und Fehlzeitenregeln im Detail: FAQ. Unverbindlich klären: Kontakt.
Warum hybrid?
Weil Leben selten in feste Termine passt
Schichtarbeit, berufliche Reisen, Urlaub, unterschiedliche Wohnorte oder Sprachkenntnisse – ZAGA denkt vom Alltag her.
Unregelmäßiger Alltag
Schichtarbeit, Reisen, Urlaub oder wechselnde Betreuungspflichten – das Lernfenster folgt dem Leben, nicht einem starren Stundenplan.
Unterschiedliche Orte
Wohnort, Pendeln oder Ortswechsel müssen kein Abbruch sein. Online, Vor Ort und digitale Phasen lassen sich kombinieren.
Unterschiedliche Bedürfnisse
Manche brauchen mehr Begleitung, andere mehr Selbstarbeit. Sprache, Tempo und Intensität werden angepasst – nicht die Person gebogen.
Digital & persönlich
Lernen auf der Plattform.Wachsen in Beziehung.
Die Lernplattform trägt den kontinuierlichen Lernweg. Livegruppen und persönliche Begleitung sorgen dafür, dass schwierige Themen nicht allein bleiben.
- Persönlicher Austausch mit anderen Teilnehmenden
- Fachliche Begleitung durch erfahrene Trainerinnen und Trainer
- Verbindliche Teilnahme und klare Rahmenbedingungen
- Vertiefung schwieriger oder sensibler Themen
Ergänzen – nicht ersetzen
Moderne Anti-Gewalt-Arbeit verbindet digitale Möglichkeiten mit persönlicher Beziehung. Die Plattform ist Werkzeug. Die Begleitung bleibt Haltung.
Passung
Kein Standardprogramm für alle
Ein Screening zu Beginn erfasst Risiken, Ziele und Schutzfaktoren – damit das Setting zum Menschen passt.
Wo liegen die größten Risiken?
Situationen und Eskalationswege werden klarer benannt – als Ausgangspunkt, nicht als Urteil.
Was soll sich verändern?
Persönliche Ziele werden greifbar: weniger Gewaltimpulse, mehr Kontrolle, bessere Beziehungen.
Welche Schutzfaktoren helfen?
Stärken, Ressourcen und unterstützende Strukturen fließen in den Lernweg ein.
Das Screening ist kein Gutachten, sondern dient dazu, Training und Begleitung passend zu gestalten.
Was verändert sich?
Unabhängig vom Setting bleibt das Ziel gleich: Gewalt verhindern, Verantwortung übernehmen, neue Handlungswege aufbauen.
Für wen ist das Training geeignet?
- Personen, bei denen Konflikte im Alltag schneller eskalieren als beabsichtigt
- Menschen, die Kontrolle zurückgewinnen und weitere Vorfälle verhindern möchten
- Teilnehmende nach einem Vorfall, die nachhaltig etwas verändern wollen
- Personen im Rahmen einer gerichtlichen Weisung, Empfehlung oder Zuweisung
Was Sie im Training lernen
- Eskalationen frühzeitig erkennen und rechtzeitig unterbrechen
- Auch unter Stress, Provokation oder Kränkung handlungsfähig bleiben
- Warnsignale im Körper und in Gedanken früher wahrnehmen
- Konkrete Deeskalationsstrategien für Alltag und soziale Situationen entwickeln
- Konflikte lösen, ohne Gewalt einzusetzen
- Langfristig kontrollierter und sicherer reagieren

